Coworking am Gardasee

coworking - was ist das eigentlich?

Coworking oder Co-working ist eine Idee, die aus den USA kommt und die man heute auch in großer Anzahl in den europäischen Metropolen findet. Im Kern geht es darum, dass Freiberuflern, Kreativen, Start-ups oder den so genannten digitalen Nomaden Arbeitsfläche oder Arbeitsplätze sowie die dazugehörige Infrastruktur wie Netzwerke, Mobiliar, Telefonie etc. zur Verfügung gestellt werden. Wer ein Büro – kurz- oder längerfristig – benötigt, kann sich bei den Anbietern bzw. Vermietern der Arbeitsplätze dem Bedarf entsprechend einmieten.

 

Coworking-Flächen, oft „Spaces“ genannt, bestehen meist aus großen, offenen Räumen damit der berufliche und / oder kreative Austausch zwischen den Co-workern problemlos möglich ist. Je nach Aufgabenbereich, Firma, Umfang oder Branche können so Projekte gemeinsam verwirklicht, aber es kann auch unabhängig voneinander gearbeitet werden. Abhängig vom Coworking-Anbieter oder von der -Lösung erhält man feste Arbeitsplätze zugewiesen oder sucht man sich täglich einen neuen Platz.

Wie funktioniert coworking?

In der Regel kann man Coworking-Arbeitsplätze ab tageweise bis hin zu mehreren Monaten mieten. Auf Wunsch ist auch zum Beispiel ein Besprechungsraum dabei, Sekretariat oder erweiterte technische Ausrüstung wie Beamer und Flipcharts. Gutes Coworking bietet alles, was man zum Arbeiten benötigt. Wer möchte, „mietet“ sich zu seinem Arbeitsplatz gleich die Geschäftsadresse oder das Firmenschild mit dazu.

 

Mit im Preis enthalten sind auf alle Fälle Tisch, Stuhl, Telefon, WLAN sowie Benutzung von Küche, Drucker und zum geringen Aufpreis häufig auch Konferenzräume. Inzwischen ist es so, dass sich auch die Coworking-Plätze in den vergangenen Jahren massiv weiterentwickelt haben und gerade in Städten mit vielen Start-ups wie Berlin oder Amsterdam viele Firmen sich mindestens in der Start-up Phase fest einmieten und zum Teil „eigene“ Räume innerhalb der angebotenen Büroflächen haben.

 

Der Vorteil liegt unbedingt in der Flexibilität. Man bindet sich nicht langfristig an einen Vermieter oder einen Standort, sondern kann mehr oder minder spontan seinen Arbeitsplatz dahin verlegen, wo es von Vorteil ist oder schlicht nötig. So findet man unter den Corworkern durchaus auch Städte-Hopper!

 

Einige Coworking Spaces bieten flexible Arbeitsplätze in dem Sinne an, dass man sich monatsweise ein Kontingent bucht, zum Beispiel 2 Arbeitstage, und diese innerhalb des gebuchten Monats aufbrauchen muss. Möglich sind auch Mitgliedschaften mit entsprechenden Sonderkonditionen für die Arbeitsplätze oder eben die festen Arbeitsplätze, die man ab mindestens einen Monat Laufzeit bucht.

Wo finde ich Coworking-Angebote und -Räumlichkeiten?

Falls Sie auf der Suche nach einer geeigneten Coworking-Stätte sind, beginnen Sie am besten in den Großstädten. Alleine in Deutschland gibt es inzwischen weit über 200 Anbieter, wovon die meisten in den Ballungsgebieten und größeren Städten. So findet man alleine Berlin an die 100 Workspaces, Coworking-Räumlichkeiten, Coworking-Garagen und noch viel mehr.

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München hat in Sachen Coworking ein wenig länger gebraucht, doch das Angebot wächst nun täglich. Unter meshville.de findet man verschiedene Anbieter und verschiedene freie Flächen zu unterschiedlichen Preisen und Konditionen.

Wer auf dem Land oder in kleineren Städten Möglichkeiten sucht, sich irgendwo einzumieten, braucht nicht zu verzweifeln. Den steigenden Angebotszahlen nach zu urteilen, wird der Bedarf offensichtlich erkannt. Eine schöne Übersicht, die auch immer wieder aktualisiert wird, finden Sie unter coworking.de

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Coworking auf internationalem Niveau

Wer international coworken möchte, findet insbesondere in den Metropolen der Welt zum Teil sehr repräsentative Räumlichkeiten. Eines der führenden Unternehmen, dass international Flächen anbietet, ist Spaces, mit sehr hochwertigen Angeboten an tollen Locations wie Amsterdam, Sidney, New York, Melbourne oder London. Weltweit gibt es immer mehr Anbieter – sehen Sie dazu auch unsere Links.

Coworking am Gardasee

Doch muss man nicht in die Großstadt zum Coworken. In Brescia am Gardasee zum Beispiel lässt sich das Coworking auch hervorragend mit einem kleinen Urlaub verbinden. Eine großzügige loftige Fläche mit langen Tischen lädt zum Arbeiten und zum kreativen Austausch ein. Wer hier längerfristig arbeiten möchte oder regelmäßig zu tun hat, kann sich hier auch „private offices“, also eigene Büroräume mieten.

Mehr Infos dazu finden Sie unter www.ffloor.it

Wen der Gardasee zu sehr an Urlaub, Sonne, Strand erinnert, kann natürlich auch ausweichen nach Verona. In Geekville ist man mit ca. 200 Euro / Monat für einen nicht-festen Arbeitsplatz dabei. Wobei die zentrale Lage den einen oder anderen vielleicht doch zum Shoppen verleitet!

www.geekville.it

Was bietet Coworking außer Arbeitsplatz?

Auch wenn der Begriff Coworking zunächst und ausschließlich an Arbeit und Schaffen erinnert, geht die Idee von Coworking deutlich weiter. Viele Spaces bieten auch Gastronomie an oder regelmäßige After Work-Parties. Die Art der Angebote ist abhängig vom Vermieter und von der Größe.

Es gibt inzwischen Coworking-Unternehmen, die international agieren wie Spaces oder doch auf nationalem Niveau wie Mobilesuite. In der Größenordnung werden ganz andere Angebote möglich als solche, die das Coworking auf deutlich kleinere Fläche und an nur einem Standort anbieten. Wobei auch diese zum Teil hervorragende Infrastruktur haben und regelmäßige Events organisieren.

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Was kostet eigentlich Coworking?

Die Bandbreite ist groß und ist sehr abhängig davon, was und wie viel man möchte. Die Einstiegspreise liegen bei ca. 20 Euro am Tag für einen Arbeitsplatz (keinen festen!) inklusive der Infrastruktur wie WLAN oder Drucker.

Wer auf einen eigenen, abgeschlossenen Raum nicht verzichten möchte, wer eine feste Geschäftsadresse benötigt, wer häufig einen Konferenzraum braucht oder auch Sekretariatsleistungen in Anspruch nehmen möchte, zahlt gut und gerne bis zu 1.000 Euro im Monat.

Gute Gründe fürs Coworking

Wer sich finanziell nicht binden möchte oder als Berufsanfänger oder Start-up kein Kapital für Investionen in Infrastruktur hat, kann mit Coworking wenig falsch machen. Man bleibt weitestgehend unabhängig und bindet sich vertraglich nur so lange wie nötig bzw. in einem passenden Maß.

Wer als Freiberufler nicht in seinen eigenen 4 Wänden versauern möchte und auch während der Arbeit oder für die Arbeit den Austausch mit Gleichgesinnten sucht – vielleicht sogar Inspiration – sollte sich fürs Coworken entscheiden. Es muss ja nicht jeden Tag sein, für viele reichen schon ein paar Tage im Monat. Es ist sicherlich ein Vorteil, mal drei Worte zu wechseln oder ein Problem gemeinsam zu besprechen.

Es gibt Studien, die belegen, dass Coworker ihre Auftragslage deutlich verbessern konnten im Vergleich zu solchen, die „alleine“ arbeiten. Kein Wunder. Coworking bietet den perfekten Rahmen zum Netzwerken.

Wer repräsentative Konferenzräume benötigt um Kunden zu empfangen – sei es zusätzlich zu einem Arbeitsplatz, sei es unabhängig von einer Arbeitsplatzmiete – wird die Corworking-Angebote zu schätzen wissen.

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Jelly – die Weiterentwicklung von Coworking

Wer Coworking einen alten Hut oder schlicht langweilig findet, für den ist vielleicht Jelly etwas. Bei Jelly handelt es sich um organisierte Arbeitstreffen, „chaos coworking“ oder „casual work events“. Die Bewegung kommt aus den USA und wurde von zwei Freiberuflern erfunden, die es langweilig fanden, immer nur alleine zuhause zu arbeiten.

Deshalb luden sie regelmäßig befreundete Freelancer zu sich ein um gemeinsam zu arbeiten. Heute finden Jelly’s statt in Parks, in Restaurants, in Büros, in Wohnungen, in Küchen – oder wo auch immer Platz ist.

Auch wenn es in den Vereinigten Staaten ein Erfolg ist, scheint sich die Idee in Deutschland noch nicht richtig durchgesetzt zu haben, dennoch bieten auch hierzulande einige Coworking Spaces ab und zu kostenfreie Jelly Tage an.